„Volle Halle, grosse Hoffnung – Zug scheitert im Final wiederholt an Wiedikon“ im ProBasket Final4
Zug, 10. Mai. Zug kann nicht Meister. Vor voller Tribüne in der Neuen Dreifachhalle Kanti Zug entwickelte sich der Final der Herren 1. Liga Regional zwischen Zug Basket H1 und KSC Wiedikon zu einem hochklassigen und emotionalen Endspiel. Die Gastgeber erwischten den klar besseren Start, mussten sich am Ende jedoch dem starken Schlussspurt der Zürcher mit 63:71 geschlagen geben.
Zug begann mit viel Energie und liess die heimische Halle früh beben. Angeführt von Stan Leemans, Branko Tomic und Marco Lehmann setzte das Heimteam den Gegner sofort unter Druck. Defensiv stand Zug kompakt, offensiv lief der Ball flüssig – das erste Viertel ging deutlich mit 23:8 an die Gastgeber. Besonders die aggressive Verteidigung sorgte dafür, dass Wiedikon kaum zu einfachen Abschlüssen kam.
Im zweiten Abschnitt fand KSC Wiedikon jedoch langsam ins Spiel. Artem Bogdanov übernahm offensiv Verantwortung und brachte die Zürcher mit wichtigen Punkten zurück in die Partie. Zug verlor etwas den offensiven Rhythmus, blieb aber dank der lautstarken Unterstützung von den Rängen weiterhin vorne. Zur Halbzeit führte Zug Basket noch mit 35:23 und schien auf bestem Weg zum Titel.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Momentum komplett. Wiedikon kam mit deutlich mehr Intensität aus der Kabine und dominierte das dritte Viertel mit 27:12. Vor allem Bogdanov drehte nun auf und wurde immer wieder erfolgreich in Szene gesetzt. Die Zuger Offensive stockte zunehmend, während Wiedikon defensiv aggressiver und physischer agierte. Innerhalb weniger Minuten war der komfortable Vorsprung der Gastgeber aufgebraucht.
Im Schlussviertel entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Die Halle in Zug stand mehrfach Kopf, als die Gastgeber nochmals verkürzen konnten. Doch Wiedikon blieb abgeklärt. Während Zug unter Druck mehrere schwierige Würfe nehmen musste, nutzten die Zürcher ihre Chancen konsequent. Besonders in den letzten Minuten spielte KSC Wiedikon seine Erfahrung aus und kontrollierte das Spieltempo clever. Das vierte Viertel ging erneut an die Gäste (21:16), womit sie das Spiel endgültig drehten.
Topscorer bei Zug Basket waren Stan Leemans und Marco Lehmann mit je 17 Punkten. Branko Tomic steuerte 10 Punkte bei. Auf Seiten von Wiedikon war Artem Bogdanov mit starken 21 Punkten der überragende Akteur des Finals. Unterstützung erhielt er unter anderem von Leo Schittenhelm (14 Punkte) und Nils Wachsmuth (12 Punkte).
Trotz der Niederlage darf Zug Basket auf einen leidenschaftlichen Auftritt vor beeindruckender Kulisse zurückblicken. Die volle Halle sorgte während der gesamten Partie für Finalatmosphäre und unterstrich die wachsende Bedeutung des Basketballs in der Region. Für KSC Wiedikon hingegen war es nach einer starken zweiten Halbzeit der verdiente Triumph im Final der Herren 1. Liga Regional.